Dienstag, 1. Januar 2013

Königin Queeny - Erlebnisse im Spreewald



Klar die Weihnachtszeit ist vorbei aber die Eindrücke, das Erlebte der Vorweihnachtszeit, wie Weihnachtsmärkte, Weihnachtsbraten bestehend aus Gans und Ente, süßes Nachwerk, alkoholische Heißgetränke aus Rotwein oder die alkoholfreie Variante -heißer Apfel.- oder Sanddornsaft, verzauberten die kleine Königin so sehr, dass sie Euch noch einmal in diese Zeit zurück versetzen möchte.

Glaubt nicht den Quatsch. In den Schreibstuben hatte man einfach keine Kapazitäten um alle Reisen der kleinen Königin zeitnah aufzuschreiben.
Weil´s aber zu geil war, möchte Königin Queeny Euch trotzdem noch an diesen Reisen teilhaben lassen  

Einer Einladung folgend, führte sie eine Reise nach Lübbenau /Spreewald zum Schloss des Grafen zu Lynar.
Der Empfang war stürmisch, denn ganz Lübbenau kam zum Schloss gelaufen, um die Königin zu begrüßen.
   
Lübbenauer Schloss









Eine Schlossbesichtigung brachte ihr das Schaffen ortsansässiger Handwerker aber auch einiger Künstler näher.


















 


 Nach der Schlossbesichtigung hieß es für den königlichen Tross,
 „Suppe“ fassen und Wärme „tanken“, denn die Temperaturen lagen weit unter 0 Grad C.



Dabei versank Königin Queeny tief im Gedanken. 



"Spreewald, Spreewald - da war doch was?"


Klar, Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark, Spreewaldgurken, Spreewaldbitter -für danach…(nach dem Essen, Du - Gedankenschelm)





Da sind aber auch die Frauen mit ihren Spreewaldtrachten,

  viele Stakkähne, eine weit verzweigte Flusslandschaft und abgelegene Häuser
 
 .... und viele Moore.
Da war´s wieder - Moore, Finsternis, geheimnisvolle Sagengestalten und dann - die Spreewaldkrimis, wie „Das Geheimnis im Moor“, „ Tränen der Fische“, „ Der Tote im Spreewald“ lassen auch keine Begeisterung für den Spreewald aufkommen.
Ja im Spreewald, da herrschen halt noch Mord und Todschlag.
Und mittendrin war nun die kleine Königin.
Was leben hier bloß für Menschen? Königin Queeny war im Zwiespalt mit sich und ihrer Umwelt. Wollte und sollte sie wirklich hier bleiben? Sie entschied sich für "ja" aber "Angst" hieß ihr Begleiter und dass sollte sich auch ein klein wenig bewahrheiten.
Nach einer hemmungslosen Völlerei ging´s hurtig zum Hafen.
Von dort aus weiter mit ´nem SKS (Spreewald -  Kreuzfahrtschiff) zum Weihnachtsmarkt ins Spreewalddorf Lehde.
Zwischenzeitlich setzte ein Schneetreiben, vergleichbar mit dem Katastrophenwinter 1978/79 ein.
Dem königlichen Auge boten sich nur Schneeflocken und schemenhaft umhertollende menschliche Kreaturen. Grusel, grusel, grusel.
Im Hafen loderten offene Feuer. Diese erinnerten etwas an die NY Bronx, spendeten aber auch etwas Wärme, denn die Temperaturen sanken noch tiefer unter Null Grad C.
Kaufleute boten ihre Waren feil. Räucherfisch, Punsch und weihnachtliches Backwerk waren die Renner.













Sogar ein Kapitän der russischen Schwarzmeerflotte lenkte sein Schiff nach Lübbenau, um der Königin seine Ergebenheit zu eweisen.

FAHNENFLUCHT ?



Er war für eisige Temperaturen bestens gerüstet. Spontan lud er die Königin auf sein Schiff ein aber das Protokoll sprach dagegen.







Sicher an der Hafenmole vertaut wartete das SKS auf das königliche Gefolge. 



Zur Begrüßung reichte der Smutje, der auch Käpt´n, Navigator und Maschinist in Personalunion war, Glühwein satt.
Dann endlich einschiffen, nein nicht in die Gewänder sondern Kabinen beziehen und ab nach Lehde.
Der Schneesturm wurde stärker und stärker. Eisberge bildeten und türmten sich vor dem Kahn auf und man bedenke, der Kahn war kein Eisbrecher.
Königin Queenys Gedanken fuhren Achterbahn.

Was wird, wenn sich die Nacht vom 14. 04.-15.04.1912 wiederholt.
 - Titanic.
Die Angst war wieder allgegenwärtig.
Dann passierte es. Das Puzzle ergab ein Gesamtbild.
Beim Anblick der folgenden Bilder ... 
Die Alten unter uns, also die ganz, ganz Alten werden sich wieder erinnern.
Winter 1944

Die Flucht, Ostpreußen wurde aufgegeben. Aus Angst vor der Roten Armee flüchteten die Bewohner westwärts.
Ostpreußens Flüchtlinge
 












 Viele Menschen traten die Flucht über den Seeweg an und ertranken schon mal. Und dann auch noch der russische Kapitän?!







 
Was war hier los? Wurde hier ein Film gedreht? Sollte hier und jetzt etwas nachgestellt werden?
Für die kleine Königin war´s etwas fiel Aufregung.
Die Fahrt nach Lehde verlief dann doch ohne Zwischenfälle und sogar mit einem Hauch Romantik pur.


















Und die Temperaturen näherten sich weiter dem absoluten Nullpunkt








Lehde, das Inseldorf im Spreewald wurde zum Empfang festlich geschmückt.




  
Der ganze Ort wurde zum Weihnachtsmarkt umgestaltet. Weihnachtliche Gerüche schwängerten die Luft und animierten zum Verzehr köstlicher Speisen und Getränke. Glühwein und Apfelpunsch - lecker!
Als die Nacht über Lehde herein brach, verzauberten Kerzenschein, heftiger Flockenwirbel



und Kälte den Ort in eine Märchenwelt.






















 Tief beeindruckt verließ man den Ort so, wie man auch angereist war.











Die Kahnfahrt wurde allerdings noch beschwerlicher, denn die Eisberge waren noch größer und die Fahrrinne teilweise zugefroren.
Dank der Erfahrung unseres Käptn`s erreichten wir, wenn auch mit starken Unterkühlungen sicher den Lübbenauer Hafen.
Königin Queeny hatte eine tolle Zeit in Lübbenau. Danke.